Lehrpläne entrümpeln? Ja bitte!


Im Zusammenhang mit dem sogenannten Schnelläuferabitur (12 statt 13 Jahre) häufen sich derzeit Forderungen, die Lehrpläne für diese Schüler zu „entrümpeln” und die Stundenzahl zu verringern.

Ob CDU in Baden-Württemberg, ob SPD in Berlin, plötzlich stellen Bildungspolitiker überall in Deutschland fest, dass man nicht einfach den Stoff von 13 in 12 Jahren unterbringen kann, ohne die Schüler und Lehrer mit erheblicher Mehrarbeit zu belasten.

Einerseits freut uns das natürlich, denn das „Entrümpeln” der bundesdeutschen Lehrpläne ist eine alte DVU-Forderung.

Andererseits zielt unsere Forderung, anders als die aktuellen Forderungen der Altparteien, nicht auf ein gerade aktuelles Thema oder auf Symptombekämpfung und auch nicht nur auf das zwölfjährige Abitur.

In einer Informationsschrift unserer Fraktion zur Bildungspolitik heißt es unter der Überschrift Realistische Lehrpläne:

„Der Unterricht an Brandenburgs Schulen muss leistungs- und werteorientiert und vor allem praxisbezogen sein. Die Lehrpläne müssen entrümpelt werden, damit den Schülern mehr anwendbares, praxisnahes Wissen vermittelt wird.”

Wir wollen die Lehrpläne nicht entrümpeln, damit die Schüler weniger lernen. Im Gegenteil, wir wollen, dass die Schüler mehr Wissen erwerben, mit dem sie auch etwas anfangen können — sowohl während der Schulzeit als auch in ihrer beruflichen und sozialen Karriere.

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